Radicchio-Lasagne (Lasagne di radicchio)

Wo wir doch schon bei italienischen Rezepten sind: Dieses leckerer Gericht haben meine Eltern aus Venedig mitgebracht. Es ist nicht nur schnell zuzubereiten, sondern auch mal was anderes. Mit Radicchio kann man ja so einiges machen: Im Salat, auf Pizza und Pasta und jetzt auch in einer Lasagne.

Die venezianische Küche hat ja so einige Schätze, an die man ohne einen Venedig-Besuch und ein schönes einheimisches Abendessen in einer Trattoria gar nicht herankommen kann. Aber hierfür gibt es ja uns! Ich wäre kein Foodhopper, wenn ich euch nicht das Beste an Rezepten vorstellen kann, was die (italienische) Küche zu bieten hat 😉

Es gibt verschiedene Radicchio-Sorten, sogar einen mit beige-weißen Blättern oder auch grün. Am meisten bekannt ist aber der wunderschön weinrote Radicchio! Und den wollen wir auch für unser Rezept verwenden. In Venedig verwendet man dafür den Radicchio Rosso di Treviso. Intensive rote Blätter und einen zarten bitteren Geschmack. Lecker!

Dauer: ca. 1h
Zutaten für 1 Form mit ca. der Größe 25 x 30cm  

– ein großer Kopf Radicchio (ca. 750g)
– 1 große Zwiebel
– 60ml Weißwein (oder Wasser)
– ca. 9 Lasagneblätter
– 1El Butter
– ca. 6El geriebener Parmesan oder Pecorino
– 5El Olivenöl
– Salz, Pfeffer

Für die Soße:
– 100g Butter
– 800ml warme Milch
– 70g Mehl
– Salz, Pfeffer, geriebene Muskatnuss

  1. Vom Radiccio zunächst den Strunk abschneiden. Der gehört nicht in unsere Lasagne. Die Blätter dann quer in Streifen schneiden. Dabei dürfen sie auch ruhig etwas größer sein. Dann die Blätter gut waschen und abtropfen lassen. Währenddessen die Zwiebeln in dünne Scheiben schneiden.
  2. In einer Pfanne erhitzt ihr die 5El Olivenöl und dünstet die Zwiebeln darin schön glasig an. Dann gebt ihr den Wein (bzw. das Wasser) dazu. Ist er verkocht, fügt ihr die Radiccioblätter hinzu, gebt den Deckel auf die Pfanne und lasst den Radiccio so lange dünsten, bis er zusammengefallen ist. Dann mit Salz und Pfeffer würzen und weitergaren, bis er schön weich geworden ist (Deckel bleibt drauf!). Ist die Garzeit fast zu Ende, nehmt ihr den Deckel ab und lasst bei hoher Hitze die entstandene Flüssigkeit verdampfen. Dann beiseite stellen.
  3. Jetzt geht es an die Soße: In einem großen Topf lasst ihr die Butter begehen und rührt dann mit einem Schneebesen das Mehl ein. Gerne jetzt schon salzen und Pfeffern und die Muskatnuss darf natürlich auch nicht fehlen. Das Mehl ein paar Minuten anschwitzen lassen, das Rühren dabei aber nicht vergessen!
  4. Die Stufe auf die niedrigste herunterschalten und die warme Milch langsam in die Mehlmischung eingießen. Dabei immer nebenher umrühren! Da wünscht man sich manchmal drei Hände, aber mit zwei klappt es auch ganz gut 😉 Ist die Soße langsam eingedickt, stellt ihr die Soße beiseite und könnt mal kosten, ob noch Salz, Pfeffer oder Muskat fehlt. Gerne nachwürzen.
  5. Den Backofen schon mal auf 180Grad Umluft vorheizen.
  6. Nun geht es an die Form. Zuerst gebt ihr etwas Soße auf den Boden, so dass die Platten nachher nicht festbacken. Ich habe den ganzen Boden bedeckt. Dann eine Reihe Lasagneblätter darauf legen. Da es bei den Zutaten und der Formgröße nur 2 Schichten gibt (also 2 Schichten Radicchio, 3 Schichten Lasagneblätter und Soße), gebt ihr jetzt die Hälfte der Radicchio-Zwiebel-Mischung auf die Lasagneschicht. Dann ca. 1/3 der Soße darauf verteilen, sowie 2El von dem geriebenen Parmesan/Pecorino.
  7. Nun wieder das selbe Spiel mit der nächsten Schicht: Lasagneblätter, Radicchio, Soße, Käse. Die letzte Schicht schließt mit den Lasagneblättern ab. Hierauf kommt der Rest der Soße und der restliche Käse. Ein paar Butterflöckchen darauf verteilen und ab damit in den Ofen für ca. 25 – 30min. Ich habe am Ende nochmal auf Ober-Unterhitze geschalten, dass es oben noch mehr braun wird.
  8. Ist die Lasagne an einigen Stellen überkrustet, schaltet ihr den Ofen aus und lasst dir kurz Abkühlen. Dann servieren und gerne mit Basilikum und ein paar Spritzern Olivenöl garnieren und genießen.

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.