Saure Kartoffelrädle (Schwäbisches Rezept)

Neben Spätzle eines unserer liebsten schwäbischen Gerichte. Schnell zubereitet und noch dazu wahnsinnig lecker. „All Dag gibts äbbas Neis, aber selda äbbas Guads“*, stimmt also so als schwäbisches Sprichwort nun nicht mehr. Denn „äbbas Guads“** hat man mit diesem Rezept uf älle Fäll‘***.

Heute wieder mal was aus unserer schönen Heimat. Bei „schwäbisch“, denkt man zuerst an Spätzle (wahlweise mit Zwiebelrostbraten 😉 ). Aber wir können ja noch viel mehr! Z.B. diese Sauren Kartoffelrädle. Das war ganz früher das Lieblinggericht meines Bruders 😀 Was es total lecker macht ist der Essig, den man zufügt. Je nach Lust, kann man das dann ordentlich sauer essen oder nur mit einem leichten Essiggeschmack. Als Nicht-Vegetarier schmecken Saitenwürstchen dazu ziemlich lecker. Manche essen wohl auch Spätzle dazu, aber das habe ich bisher weder gesehen noch selbst probiert.

Dauer: ca. 50 Minuten
Zutaten für 2 Personen

– 500g Kartoffeln
– 30g Mehl
– 25g Butter
– 1/2 Zwiebel
– 2 Lorbeerblätter
– 2 Nelken
– 375g Wasser
– 3El Essig
– Salz, Pfeffer
– Bei Bedarf: Liebstöckel

  1. Die Kartoffeln kochen, schälen (oder andersherum ;)) und in Scheiben schneiden. Falls ihr was zum Hobeln habt, geht das natürlich schnell. Ich habe sie von Hand geschnitten.
  2. Während die Kartoffeln kochen, in einem großen Topf die Butter, die Zwiebeln und das Mehl anschwitzen. Das Wasser, den Essig (ich habe weißen Balsamico genommen) die Lorbeerblätter und die Nelken dazu geben und alles 25min bei kleiner Hitze einkochen lassen. Immer mit dem Schneebesen umrühren! Mit Salz und Pfeffer würzen. Am besten gebt ihr erst ein mal weniger Essig dazu und je nach Lust und Laune immer bisschen mehr. Und falls ihr es gerade zur Hand habt: um es richtig original schwäbisch zu machen, würzt ihr alles noch mit Liebstöckel.
    Achtung: Wenn es euch zu dick wird, gebt noch mehr Wasser dazu. Je nachdem ob ihr es lieber flüssiger der dicker wollt.
  3. Nach den 25min den Lorbeer und die Nelken herausfischen. Die Kartoffelscheiben dazu geben und nochmals kurz aufkochen. Alles gut verrühren. Da die Kartoffeln auch Stärke verlieren, wird die ganze Masse noch mal etwas dicker und sämiger. Gebt dann noch so viel Wasser dazu, bis ihr eure Lieblingskonsistenz erreicht habt.
  4. Alles noch mal abschmecken und evtl. mit Salz, Pfeffer und Essig nachwürzen. Wer mag, kann dann noch geschnittene Saitenwurst dazugeben.

 

* Jeden Tag gibt es etwas Neues, aber selten etwas Gutes.
** etwas Gutes
*** auf alle Fälle

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